Blasenentzündung: Symptome, Ursachen, Dauer & Vorbeugung
Eine Blasenentzündung ist meist eine bakterielle Entzündung der Harnblase. Typische Anzeichen sind Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger starker Harndrang und Schmerzen im Unterbauch. Wärme, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und bei Bedarf Medikamente können helfen, die Beschwerden zu lindern. Bei Fieber, Schüttelfrost, Flankenschmerzen, sichtbarem Blut im Urin oder anhaltenden Beschwerden solltest du die Blasenentzündung ärztlich abklären lassen. Ob ein Antibiotikum notwendig ist, hängt vom Verlauf und von möglichen Risikofaktoren ab.
Was ist eine Blasenentzündung und welche Formen gibt es?

Bei einer Blasenentzündung, medizinisch Zystitis genannt, ist die Schleimhaut der Harnblase entzündet. Sie gehört zu den unteren Harnwegsinfektionen. Meist gelangen Bakterien über die Harnröhre in die Blase und lösen dort die Entzündung aus.
Warum sind Frauen häufiger betroffen?
Die Harnröhre ist bei Frauen mit etwa 3 bis 4 Zentimetern wesentlich kürzer als bei Männern mit etwa 21 bis 22 Zentimetern. Bakterien können deshalb leichter bis in die Blase aufsteigen.
Ältere US-amerikanische Bevölkerungsdaten der National Health and Nutrition Examination Survey III (NHANES III) zeigen, dass etwa 53 Prozent der Frauen und 14 Prozent der Männer im Laufe ihres Lebens mindestens eine ärztlich diagnostizierte Harnwegsinfektion angaben. Frauen waren damit ungefähr viermal so häufig betroffen wie Männer.
Wie wird eine Blasenentzündung eingeteilt?
Blasenentzündungen können je nach vorhandenen Risikofaktoren als unkompliziert oder kompliziert eingeordnet werden. Bei Erwachsenen richtet sich die Beurteilung nach der deutschen S3-Leitlinie für Harnwegsinfektionen, bei Kindern nach der pädiatrischen S2k-Leitlinie.
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Unkomplizierte Blasenentzündung |
Komplizierte Blasenentzündung |
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Zu den möglichen Risikogruppen und Risikofaktoren gehören:
- Schwangerschaft
- Säuglinge in den ersten Lebensmonaten
- Männer mit einer vergrößerten Prostata oder Harnabflussstörungen
- Frauen nach den Wechseljahren, insbesondere bei zusätzlichen Risikofaktoren
- immungeschwächten Personen
- eine Blasenfunktionsstörung aufgrund einer Nervenerkrankung
- Nierenerkrankungen
- ein Blasenkatheter
- vorhandene Harnsteine
- Tumore
Wichtig: Ein einzelner Risikofaktor bedeutet nicht automatisch, dass eine Blasenentzündung kompliziert verläuft. Entscheidend sind die persönliche Situation, mögliche Begleiterkrankungen und die Ausprägung der Beschwerden.
Was ist der Unterschied zwischen einer bakteriellen und einer nicht-bakteriellen Blasenentzündung?
Bakterielle und nicht-bakterielle Blasenentzündungen unterscheiden sich vor allem durch ihre Auslöser:
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Bakterielle Blasenentzündung |
Nicht-bakterielle Blasenentzündung |
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Eine bakterielle Blasenentzündung wird durch Bakterien verursacht, die meist über die Harnröhre in die Blase gelangen. |
Bei einer nicht-bakteriellen Blasenentzündung liegen andere Ursachen zugrunde, etwa Reizungen, bestimmte Medikamente oder eine interstitielle Zystitis. |
Bakterielle und nicht-bakterielle Blasenentzündungen können ähnliche Beschwerden verursachen. Deshalb ist eine genaue Abklärung wichtig, da sich die Behandlung nach der jeweiligen Ursache richtet.
Was ist der Unterschied zwischen einer Blasenentzündung und einer Reizblase?
Der wichtigste Unterschied zwischen einer Blasenentzündung und einer Reizblase liegt in der Ursache:
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Blasenentzündung |
Reizblase |
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Bei einer Blasenentzündung liegt meist eine bakterielle Infektion vor. Typische Beschwerden sind Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen sowie häufiger Harndrang. |
Bei einer Reizblase kommt es zu plötzlich auftretendem, starkem Harndrang und häufigem Wasserlassen, ohne dass eine Harnwegsinfektion vorliegt. Teilweise kann der Harndrang mit ungewolltem Urinverlust einhergehen. |
Blasenentzündung und Reizblase können ähnliche Beschwerden verursachen, insbesondere häufigen Harndrang. Deshalb ist es wichtig, die Ursache festzustellen und eine passende Behandlung zu wählen.
Wie lange dauert eine Blasenentzündung ohne Antibiotika?
Die Dauer einer Blasenentzündung ohne Antibiotika ist individuell. Bei einer unkomplizierten Zystitis können die Beschwerden innerhalb weniger Tage bis etwa einer Woche von selbst abklingen. Sie können jedoch auch länger anhalten oder sich verstärken.
Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2020 mit 346 Frauen zeigte: Innerhalb der ersten neun Tage waren bis zu 42 Prozent der Teilnehmerinnen beschwerdefrei oder bemerkten eine Besserung. Bei bis zu 39 Prozent hatten sich die Beschwerden auch nach sechs Wochen nicht gebessert. Der Verlauf lässt sich daher nicht zuverlässig vorhersagen.
Für eine komplizierte Blasenentzündung lässt sich nicht allgemein sagen, wie lange sie ohne Antibiotika dauert. Die Dauer hängt unter anderem von den vorhandenen Risikofaktoren, der Ursache und einer möglichen Ausbreitung der Infektion ab. Bei Anzeichen eines komplizierten Verlaufs solltest du die Beschwerden ärztlich abklären lassen.
Was sind die ersten Anzeichen einer Blasenentzündung?
Typische erste Anzeichen einer Blasenentzündung sind Brennen oder Schmerzen beim Wasserlassen sowie häufiger, starker Harndrang, obwohl oft nur wenig Urin abgeht. Zusätzlich können folgende Beschwerden auftreten:
- das Gefühl, den Urin kaum halten zu können
- Schmerzen im Unterbauch
- trüber oder auffällig riechender Urin
- sichtbares Blut im Urin
Die typischen Beschwerden einer Blasenentzündung sind bei Frauen und Männern ähnlich. Bei Kindern kann neu auftretendes Einnässen oder Bettnässen auf einen Harnwegsinfekt hinweisen.
Warum schmerzt das Wasserlassen am Ende?
Bei einer Blasenentzündung ist die Schleimhaut der Harnblase gereizt. Wenn die Blase am Ende des Wasserlassens fast leer ist, können die Schmerzen besonders deutlich wahrgenommen werden.
Schmerzen am Ende des Wasserlassens können jedoch auch andere Ursachen haben. Halten sie an oder werden sie stärker, solltest du das medizinisch beurteilen lassen.
Gibt es auch eine Blasenentzündung ohne Schmerzen?
Eine Blasenentzündung muss nicht immer mit starken Schmerzen einhergehen. Bei manchen Betroffenen stehen andere Beschwerden wie häufiger oder starker Harndrang im Vordergrund.
Werden Bakterien im Urin nachgewiesen, ohne dass Beschwerden auftreten, spricht man von einer asymptomatischen Bakteriurie. Sie ist nicht mit einer akuten Blasenentzündung gleichzusetzen.
Wann muss man mit einer Blasenentzündung zum Arzt?
Folgende Beschwerden solltest du ärztlich abklären lassen:
- Fieber
- Schüttelfrost
- starkes Krankheitsgefühl
- Schmerzen im Rücken- und Flankenbereich
- sichtbares Blut im Urin
Fieber, Schüttelfrost, starkes Krankheitsgefühl und Flankenschmerzen können darauf hindeuten, dass sich die Infektion bis zu den Nieren ausgebreitet hat. Sichtbares Blut im Urin sollte besonders dann medizinisch untersucht werden, wenn es erstmals auftritt, stärker wird oder nach Abklingen der übrigen Beschwerden bestehen bleibt.
Wie entsteht eine Blasenentzündung?
Es kann verschiedene Ursachen und Risikofaktoren für die Entstehung einer Blasenentzündung geben:
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Ursachen & Risikofaktoren |
Erklärung |
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Bakterien |
Der häufigste Auslöser einer Blasenentzündung ist das Darmbakterium Escherichia coli. Gelangen solche Erreger in den Harntrakt, können sie über die Harnröhre bis zur Harnblase aufsteigen. Seltener können auch andere Bakterien die Infektion verursachen. |
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Blasenentzündung durch Geschlechtsverkehr |
Auch Geschlechtsverkehr kann eine Blasenentzündung begünstigen, da dabei Bakterien in Richtung Harnröhrenöffnung gelangen und von dort in die Blase aufsteigen können. |
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Wechseljahre und veränderte Vaginalflora |
Nach den Wechseljahren können Blasenentzündungen häufiger auftreten. Durch den sinkenden Östrogenspiegel verändern sich die Schleimhäute und das natürliche Milieu im Intimbereich. Dadurch kann sich auch die Vaginalflora verändern, was wiederkehrende Harnwegsinfektionen begünstigen kann. |
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Schwangerschaft |
Während der Schwangerschaft verändern hormonelle und körperliche Faktoren die Harnwege. Unter anderem entspannt Progesteron die Muskulatur der Harnwege, wodurch der Urin langsamer abfließen kann. Das kann Harnwegsinfektionen begünstigen. |
Können psychische Ursachen eine Blasenentzündung auslösen?
Stress und psychische Belastungen verursachen keine bakterielle Blasenentzündung. Sie können jedoch die Wahrnehmung anhaltender Blasen- oder Beckenschmerzen beeinflussen und Beschwerden verstärken. Bei häufigem Harndrang oder chronischen Blasenschmerzen sollte deshalb geklärt werden, ob eine Infektion oder eine andere Erkrankung vorliegt.
Wodurch entsteht eine Blasenentzündung bei Männern?
Bei Männern können Harnabflussstörungen, beispielsweise durch eine vergrößerte Prostata, sowie andere anatomische oder funktionelle Veränderungen der Harnwege eine Blasenentzündung begünstigen.
Da bei Männern auch die Prostata beteiligt sein kann, sollte eine Harnwegsinfektion ernst genommen werden. Sexuell übertragbare Infektionen können außerdem eine Harnröhrenentzündung verursachen, deren Beschwerden denen einer Blasenentzündung ähneln.
Was passiert, wenn man eine Blasenentzündung verschleppt?
Breitet sich eine bakterielle Blasenentzündung aus, können die Erreger über die Harnleiter bis zu den Nieren aufsteigen. Daraus kann sich eine Nierenbeckenentzündung entwickeln.
Eine Nierenbeckenentzündung kann sich unter anderem durch Symptome wie Fieber, Schüttelfrost oder Schmerzen im Rücken- und Flankenbereich bemerkbar machen.
Blasenentzündung: 3 Mythen
Rund um die Blasenentzündung halten sich einige Annahmen hartnäckig. Wir prüfen drei verbreitete Mythen.
1. Mythos: Braucht man bei einer Blasenentzündung immer Antibiotika?
Nicht jede unkomplizierte Blasenentzündung muss mit Antibiotika behandelt werden. Bei leichten Beschwerden können auch nicht-antibiotische Behandlungsmöglichkeiten infrage kommen. Zudem kann die Entzündung in manchen Fällen von selbst abklingen.
Ob ein Antibiotikum notwendig ist, hängt von den Beschwerden, dem Verlauf und möglichen Risikofaktoren ab. Ein unnötiger oder unsachgemäßer Einsatz von Antibiotika kann außerdem die Entstehung resistenter Bakterien fördern.
2. Mythos: Ist eine Blasenentzündung immer harmlos?
Eine unkomplizierte Blasenentzündung klingt häufig ohne Komplikationen ab. In manchen Fällen können die Bakterien jedoch über die Harnleiter bis zu den Nieren aufsteigen und eine Nierenbeckenentzündung verursachen.
Fieber, Schüttelfrost sowie Schmerzen im Rücken- oder Flankenbereich können auf eine Ausbreitung der Infektion hindeuten und sollten beim Arzt abgeklärt werden.
3. Mythos: Begünstigt Kälte eine Blasenentzündung?
Kalte Füße, dünne Kleidung oder das Sitzen auf einem kalten Boden verursachen nicht direkt eine Blasenentzündung. Meist sind Bakterien die Ursache, die über die Harnröhre in die Blase gelangen.
Ob Kälte das Risiko für eine Blasenentzündung indirekt erhöhen kann, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Ein klarer ursächlicher Zusammenhang ist daher nicht belegt.
Welche Hausmittel helfen bei Blasenentzündung wirklich?
Bei einer leichten und unkomplizierten Blasenentzündung können einige Hausmittel dabei helfen, dein Wohlbefinden zu verbessern.
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Hausmittel bei Blasenentzündung |
Warum es hilft |
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Wärme |
Eine Wärmflasche, ein warmes Körnerkissen oder ein warmes Bad können als angenehm empfunden werden. Wärme kann zur Entspannung beitragen und Schmerzen im Unterbauch lindern. |
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Tee bei Blasenentzündung |
Warme Getränke wie Kräutertees können bei einer Blasenentzündung als wohltuend empfunden werden. Pflanzen wie Birkenblätter, Goldrutenkraut, Brennnessel oder Orthosiphon werden traditionell eingesetzt, um die Urinproduktion zu erhöhen. |
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Vitamin C |
Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C ist grundsätzlich wichtig für den Körper. |
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Ausreichend trinken |
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die regelmäßige Entleerung der Blase. Wie viel Flüssigkeit benötigt wird, hängt unter anderem von Körpergröße, Ernährung und möglichen Vorerkrankungen ab. Eine pauschale Empfehlung von zwei bis drei Litern täglich ist daher nicht für alle Menschen geeignet. |
Was ist der beste Tee bei einer Blasenentzündung?
Den einen besten Tee bei einer Blasenentzündung gibt es nicht. Häufig wird Brennnesseltee getrunken, da er traditionell zur Unterstützung der Harnwege eingesetzt wird. Brennnessel gilt als harntreibend und enthält verschiedene Pflanzenstoffe.
Wichtig: Hausmittel können bei einer Blasenentzündung unterstützend eingesetzt werden. Sie ersetzen aber keine notwendige medizinische Behandlung.
Wie kann man einer Blasenentzündung vorbeugen?
Eine Blasenentzündung lässt sich nicht immer verhindern. Folgende Maßnahmen können jedoch dazu beitragen, mögliche Risikofaktoren zu reduzieren:
- Vermeide übermäßige Intimhygiene: Reinige deinen äußeren Intimbereich möglichst sanft. Häufig reicht lauwarmes Wasser aus. Aggressive oder stark parfümierte Produkte sowie Intimsprays können die empfindliche Haut und das natürliche Milieu reizen.
- Trinke ausreichend: Greife am besten zu Wasser oder ungesüßten Tees. Besonders wenn du bisher wenig trinkst, kann eine höhere Flüssigkeitszufuhr dazu beitragen, wiederkehrenden Harnwegsinfektionen vorzubeugen.
- Gehe nach dem Sex auf die Toilette: Nach dem Geschlechtsverkehr zeitnah Wasser zu lassen, wird zur Vorbeugung bei Blasenentzündungen häufig empfohlen. Dadurch können möglicherweise Bakterien aus der Harnröhre ausgeschieden werden.
- Halte den Harndrang nicht lange zurück: Regelmäßige Toilettengänge können dazu beitragen, die Blase zu entleeren. Nimm dir beim Wasserlassen ausreichend Zeit und vermeide starkes Pressen.
- Nutze die richtige »Wischtechnik«: Wische nach dem Toilettengang von vorn nach hinten. So vermeidest du, Darmbakterien aus der Analregion in Richtung Harnröhrenöffnung zu verschleppen.
Nahrungsergänzung bei Blasenentzündung: Was kann unterstützen?
Bei einer Blasenentzündung werden verschiedene pflanzliche Inhaltsstoffe und Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung von Blase und Harnwegen angeboten.
- Cranberry: Cranberrys enthalten Proanthocyanidine, kurz PAC. Die Pflanzenstoffe werden daraufhin untersucht, ob sie die Anhaftung bestimmter Bakterien an Zellen der Harnwege beeinflussen. Das kann besonders im Zusammenhang mit der Vorbeugung wiederkehrender Blasenentzündungen relevant sein.
- Kapuzinerkresse und Meerrettich: Die enthaltenen Senföle werden wegen möglicher antimikrobieller und entzündungshemmender Eigenschaften untersucht – unter anderem bei Harnwegsinfektionen.
- Goldrutenkraut: Goldrute wird traditionell zur Unterstützung der Harnwege und wegen ihrer harntreibenden Eigenschaften verwendet. Zudem wird sie im Hinblick auf mögliche entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften untersucht.
- Buchu: Buchublätter enthalten verschiedene Pflanzenstoffe und werden traditionell bei Harnwegsbeschwerden eingesetzt. Die Pflanze enthält verschiedene bioaktive Stoffe, die unter anderem wegen möglicher antimikrobieller Eigenschaften erforscht werden.
- Probiotika: Einige Lactobacillus-Stämme, wie Lactobacillus crispatus, Lactobacillus gasseri, Lactobacillus jensenii oder Lactobacillus rhamnosus, können Milchsäure und weitere Stoffwechselprodukte bilden, die das mikrobielle Milieu beeinflussen können. Daher werden sie unter anderem im Zusammenhang mit einer gesunden Scheidenflora und wiederkehrenden Blasenentzündungen untersucht.
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FAQ – Blasenentzündung
Warum bekommt man nach dem Sex eine Blasenentzündung?
Beim Geschlechtsverkehr können Bakterien aus der Darm- und Intimflora leichter in den Bereich der Harnröhre gelangen. Von dort können sie bis zur Blase aufsteigen. Besonders Frauen sind aufgrund ihrer kürzeren Harnröhre anfälliger. Eine solche Blasenentzündung wird umgangssprachlich auch »Honeymoon-Cystitis« genannt.
Ist eine Blasenentzündung ansteckend?
Eine typische bakterielle Blasenentzündung ist in der Regel nicht ansteckend und gilt nicht als sexuell übertragbare Infektion. Geschlechtsverkehr kann das Risiko einer Blasenentzündung zwar erhöhen, die Blasenentzündung selbst wird jedoch normalerweise nicht auf den Partner übertragen.
Warum kommt eine Blasenentzündung immer wieder?
Wiederkehrende Blasenentzündungen können verschiedene Ursachen und Risikofaktoren haben. Dazu gehören unter anderem häufige sexuelle Aktivität und die Anwendung von Spermiziden. Nach den Wechseljahren können Östrogenmangel und damit verbundene Veränderungen der Vaginalflora das Risiko erhöhen. Auch Störungen der Blasenentleerung mit verbleibendem Restharn können wiederkehrende Infektionen begünstigen. Zudem ist das Risiko für weitere Infektionen bei Frauen mit früheren Harnwegsinfektionen erhöht.
Wieso unterscheiden sich Blasenentzündungen bei Männern und Frauen?
Frauen bekommen deutlich häufiger eine Blasenentzündung, da ihre Harnröhre kürzer ist und Bakterien dadurch leichter bis zur Blase gelangen können. Bei Männern treten Blasenentzündungen seltener auf. Wenn sie auftreten, können unter anderem Störungen des Harnabflusses und eine unvollständige Blasenentleerung mit Restharn eine Rolle spielen – etwa im Zusammenhang mit einer gutartigen Prostatavergrößerung.
Hilft eine Wärmflasche oder ein kaltes Bad bei einer Blasenentzündung?
Wärme, etwa in Form einer Wärmflasche, kann unterstützend eingesetzt werden. Ob Wärme eine akute bakterielle Blasenentzündung gezielt lindert oder den Verlauf verkürzt, ist jedoch nicht ausreichend untersucht. Für kalte Bäder gibt es ebenfalls keine überzeugenden Belege für einen Nutzen bei einer Blasenentzündung.
Wann wirkt ein Antibiotikum bei einer Blasenentzündung?
Beschwerden wie Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen sollten nach Beginn einer wirksamen Antibiotikabehandlung in der Regel innerhalb von 48 bis 72 Stunden nachlassen. Wie schnell eine Besserung eintritt, kann individuell unterschiedlich sein. Werden die Beschwerden stärker oder bessern sie sich nicht, solltest du erneut ärztlichen Rat einholen.
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