Prostatahyperplasie (BPH): Symptome, Ursachen & Hilfe

Musst du häufiger zur Toilette, ist der Harnstrahl schwächer oder fühlt sich die Blase nicht vollständig entleert an? Dahinter kann eine Prostatavergrößerung, auch benigne Prostatahyperplasie (BPH) genannt, stecken, die besonders Männer ab 50 betrifft. Von uns erfährst du, welche Ursachen und Symptome typisch sind und wie du die Beschwerden gezielt behandeln kannst.

Was ist eine Prostatahyperplasie?


Eine benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata. Die Prostata ist eine kleine Drüse unterhalb der Blase, die die Harnröhre umschließt. Wenn sie größer wird, kann sie die Harnröhre einengen und dadurch Beschwerden beim Wasserlassen verursachen.

BPH betrifft häufig Männer ab dem 50. Lebensjahr. »Benigne« bedeutet dabei ausdrücklich, dass die Erkrankung nicht bösartig ist. Es handelt sich also nicht um Prostatakrebs.

Prostata-Größe: Was ist normal?

Eine gesunde Prostata ist herzförmig, etwa so groß wie eine Kastanie und wiegt ungefähr 20 bis 25 Gramm.

Mit zunehmendem Alter ist es normal, dass die Prostata wächst:

ab 40 Jahren

beginnt sie oft langsam zu wachsen

ab 50–60 Jahren

haben viele Männer eine vergrößerte Prostata

ab 70 Jahren

 ist sie häufig deutlich vergrößert


Ob diese behandlungsbedürftig ist, entscheidet sich nicht allein anhand der Größe, sondern daran, ob Beschwerden auftreten und wie der allgemeine Gesundheitszustand ist.

Wie entsteht eine Prostatavergrößerung (BPH)?

Normalerweise ist es so, dass in der Prostata ein Gleichgewicht herrscht: Alte Zellen werden abgebaut und neue gebildet. Bei einer BPH ist dieses Gleichgewicht jedoch gestört: Es entstehen mehr neue Zellen, als alte absterben. Da sich so immer mehr Zellen ansammeln, wächst die Prostata und es kommt folglich zu einer Prostatavergrößerung.

Besonders betroffen sind dabei Zellen rund um die Harnröhre, was auch zu den typischen Problemen beim Wasserlassen führt.

Warum wächst die Prostata? Mögliche Einflussfaktoren

Die Prostata wächst langsam über Jahre hinweg, meist ohne, dass es zunächst auffällt. Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, aber mehrere Faktoren können eine Rolle spielen:

  1. Hormone

Insbesondere das Hormon DHT (Dihydrotestosteron), welches aus Testosteron gebildet wird, spielt bei einer Prostatahyperplasie eine wichtige Rolle, da es für das Wachstum der Prostatazellen mitverantwortlich ist.

  1. Gene

Das Risiko, an einer Prostatavergrößerung zu erkranken, kann auch durch die Gene vererbt werden. Insbesondere wenn der Vater oder der Bruder betroffen ist, steigt das Risiko deutlich.

  1. Diabetes

Die Behandlung mit Insulin kann das Risiko einer Prostatavergrößerung ebenfalls erhöhen.

  1. Ernährung

Während Vitamin A, Beta-Carotin und Carotinoide aus Karotten einen positiven Einfluss auf eine BPH haben können, können etwa viel Alkohol, erhöhter Kaffeekonsum und zu viel hochdosierte Vitamin-C-Präparate die Beschwerden, die mit einer BPH einhergehen, verstärken.

  1. Übergewicht

Übergewicht kann durch hormonelle Veränderungen und Entzündungsprozesse das Risiko für eine Prostatavergrößerung erhöhen.

  1. Entzündungen in der Prostata

Auch bereits vorhandene Entzündungen können das Wachstum der Prostata fördern.

  1.  Metabolisches Syndrom

Faktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht und erhöhter Blutzucker treten häufig gemeinsam auf und stehen im Zusammenhang mit einer größeren Prostata.

Kurzfazit: Während es also Faktoren gibt, die wir bei einer Prostatahyperplasie nicht ändern können, wie die Gene, so gibt es auch Einflussfaktoren, die wir beeinflussen können, wie die Ernährung, unser Körpergewicht und ein insgesamt gesunder Lebensstil.

Was sind die Anzeichen einer beginnenden Prostatahyperplasie?

Die Symptome und Beschwerden bei einer Prostatahyperplasie können in zwei Arten unterschieden werden:

  1. Probleme beim Speichern des Urins in der Blase (Speicherstörung)

Typische Beschwerden:

  • Häufiges Wasserlassen
  • Nachts oft raus müssen (Nykturie)
  • Plötzlicher starker Harndrang


Die Blase meldet sich also häufiger oder sehr plötzlich.

  1. Probleme beim Wasserlassen selbst (Entleerungsstörung)

Typische Beschwerden:

  • Schwacher Harnstrahl
  • Startprobleme (es dauert, bis es losgeht)
  • Pressen nötig
  • Gefühl, nicht ganz leer zu werden
  • Langes Wasserlassen

Das Wasserlassen fällt also insgesamt schwerer oder dauert länger.

Was bedeutet der PSA-Wert?

Der PSA-Wert (Prostata-spezifisches Antigen) ist ein Blutwert, der von der Prostata gebildet wird. Dieses Eiweiß gelangt in kleinen Mengen ins Blut und kann dort gemessen werden. Als grober Orientierungswert gelten etwa 3–4 ng/ml, wobei er sich altersabhängig unterscheiden kann. 

Ein erhöhter PSA-Wert kann verschiedene Ursachen haben, wie eine benigne Prostatahyperplasie, Entzündungen oder auch Prostatakrebs. Somit gibt er einen ersten Anhaltspunkt für eine Veränderung der Prostata.

Aber Achtung: Auch mechanische Reize, etwa durch Radfahren oder medizinische Untersuchungen, wie das Abtasten des Bauches, können den Wert vorübergehend erhöhen. Deshalb ist der PSA-Wert allein keine Diagnose. 

Wichtiger als ein einzelner Messwert ist, wie sich der PSA-Wert im Verlauf entwickelt und ob Beschwerden bestehen.

Können sich die Symptome wieder verbessern?

Die Beschwerden einer Prostatahyperplasie können sich zeitweise verbessern, über längere Zeit unverändert bleiben oder in ihrer Intensität schwanken. Nicht jeder Betroffene benötigt sofort eine Behandlung. 

Wichtig: Wenn die Symptome stärker werden oder als belastend empfunden werden, lassen sie sich in vielen Fällen durch geeignete Therapien gut behandeln.

Wie hängen Darm und Prostata wirklich zusammen?

Darm und Prostata liegen im Körper dicht nebeneinander. Trotzdem gibt es keinen direkten Zusammenhang – der Darm ist also keine Ursache für eine Prostatavergrößerung.

Das Darmmikrobiom wird jedoch zunehmend erforscht, weil es Entzündungsprozesse im Körper beeinflussen kann. Ob und wie stark sich das auf die Prostata auswirkt, ist aber noch nicht eindeutig geklärt.

Was man aber weiß: Verdauungsstörungen wie Verstopfung können die Beschwerden verstärken. Wenn der Darm sehr voll ist, entsteht Druck im Bauchraum, was das Wasserlassen zusätzlich erschweren kann. Deshalb sind eine gesunde Verdauung und ausgewogene Ernährung sinnvoll. Sie helfen zwar nicht direkt gegen eine Prostatavergrößerung, können aber das allgemeine Wohlbefinden verbessern.

Prostata selbst ertasten? So geht’s!

Die Prostata liegt direkt vor dem Enddarm und kann deshalb vom Arzt im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung mit dem Finger ertastet werden. Eine Selbstuntersuchung ist grundsätzlich möglich, ersetzt jedoch keine ärztliche Abklärung.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt sind die beste Möglichkeit, Veränderungen der Prostata frühzeitig zu erkennen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Selbstabtasten der Prostata

So kannst du die Prostata selbst abtasten:

  1. Hände gründlich waschen

Wasche deine Hände sorgfältig und achte darauf, dass deine Fingernägel kurz und sauber sind. Ein Einmalhandschuh kann zusätzlich hygienischer sein.

  1. Gleitgel verwenden

Gib etwas Gleitgel auf deinen Finger. Das macht die Untersuchung angenehmer und erleichtert das Einführen.

  1. Eine entspannte Position finden

Wähle eine Haltung, in der du dich wohlfühlst, zum Beispiel:

  • leicht nach vorne gebeugt im Stehen
  • in der Hocke
  • auf der Seite liegend mit angewinkelten Beinen
  1. Finger vorsichtig einführen

Führe einen Finger langsam und vorsichtig einige Zentimeter in den Enddarm ein.

  1. Prostata ertasten

Taste in Richtung Bauchseite (nach vorne). Die Prostata liegt etwa 4–6 cm hinter dem After. Sie fühlt sich meist glatt, fest und ungefähr so groß wie eine Kastanie an.

  1. Auf Auffälligkeiten achten

Achte zum Beispiel auf:

  • harte Stellen oder Knoten
  • Schmerzen beim Abtasten
  • ungewöhnliche Vergrößerungen oder Unterschiede zwischen den Seiten

Wie wird eine Prostatahyperplasie behandelt?

Die Behandlung der benigne Prostatahyperplasie hängt vor allem davon ab, wie stark die Beschwerden sind:

  1. Wachsames Warten (Watchful Waiting)

Bei milden Symptomen ist oft zunächst keine direkte Behandlung nötig. Stattdessen werden die Beschwerden regelmäßig kontrolliert und einfache Maßnahmen empfohlen, etwa das Trinkverhalten oder den Lebensstil anzupassen.

  1. Medikamentöse Behandlung

Wenn die Beschwerden stärker werden, können Medikamente helfen. Diese entspannen die Prostata oder verkleinern sie mit der Zeit, sodass das Wasserlassen erleichtert wird. Wie bei allen Medikamenten können jedoch auch Nebenwirkungen auftreten. Dazu zählen beispielsweise Schwindel, Müdigkeit, Blutdruckabfall oder sexuelle Funktionsstörungen wie verminderte Libido, Erektionsprobleme oder Veränderungen beim Samenerguss.

  1. Minimalinvasive Maßnahmen & Operationen

Bei ausgeprägten Beschwerden oder Komplikationen kann ein operativer Eingriff notwendig sein. Dabei wird überschüssiges Prostatagewebe entfernt, um den Harnfluss wieder zu verbessern. Eine Operation sollte jedoch erst infrage kommen, wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht ausreichend wirken oder nicht geeignet sind.

  1. Behandlung mit wichtigen Pflanzenstoffen

Eine weitere Möglichkeit der Behandlung stellt zudem die Einnahme wichtiger Pflanzenstoffe, wie Sägepalmenextrakt, dar.

Wichtig: Welche Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von den Beschwerden, dem Gesundheitszustand und den persönlichen Bedürfnissen ab.

Unterscheidung zur Prostatitis: Nicht jede Veränderung der Prostata bedeutet automatisch eine Vergrößerung. Einige Beschwerden können auch mit einer entzündeten Prostata zusammenhängen. Was du bei einer Prostataentzündung tun kannst, erfährst du in unserem Beitrag »Prostatitis: Symptome, Ursachen & Behandlung der Prostataentzündung«.

Welche natürlichen Nährstoffe können die Prostata unterstützen?

Auch wenn einige Pflanzenstoffe in Bezug auf die Prostata, insbesondere auf eine Prostatahyperplasie, noch genauer untersucht werden müssen, sind die bisherigen Ergebnisse vielversprechend. 

  • Sägepalme für die Prostata

Sägepalmenextrakt kann Symptome von BPH wie häufigen Harndrang, nächtliches Wasserlassen und einen schwachen Harnstrahl verbessern. Für diesen Extrakt wurde sogar eine ähnliche Wirksamkeit wie bei klassischen Medikamenten wie dem α-Blocker Tamsulosin oder 5α-Reduktase-Hemmern beobachtet. Gleichzeitig gilt Sägepalme als gut verträglich.

Wichtig: Die Wirksamkeit scheint jedoch stark von der Qualität und Zusammensetzung des jeweiligen Produkts abhängig zu sein.

  • Brennnessel für die Prostata

Brennnessel (Urtica dioica) kann helfen, typische Beschwerden wie häufigen Harndrang oder einen schwachen Harnstrahl zu lindern. Ihr wird zudem eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben, die sich positiv auf die Prostata auswirken kann.

  • Kürbiskerne: Prostata-Wirkung

Spezielle Kürbiskernextrakte können typische Beschwerden wie häufigen Harndrang, schwachen Harnfluss oder das Gefühl, die Blase nicht vollständig entleeren zu können, verbessern. Auch nächtliches Wasserlassen tritt seltener auf, und die Blase kann sich nach dem Toilettengang besser entleeren.

Ein wichtiger möglicher Wirkmechanismus liegt in den Inhaltsstoffen der Kürbiskerne: Sie können die 5-α-Reduktase hemmen. Ein Enzym, das am Wachstum der Prostata beteiligt ist. Zusätzlich wirken sie antioxidativ und entzündungshemmend und können so die Gesundheit der Prostata auf natürliche Weise unterstützen.

  • Granatapfel für die Prostata

Granatapfelkerne können den Anstieg des PSA-Wertes bremsen und sich positiv auf die Symptome auswirken. Für Betroffene könnte das bedeuten, dass sich die Erkrankung langsamer entwickelt und belastende Therapien unter Umständen später notwendig werden. Besonders positiv ist dabei die gute Verträglichkeit: Im Gegensatz zu vielen medikamentösen Behandlungen wurden kaum Nebenwirkungen festgestellt.

  • Phytosterole und Prostata: Beta-Sitosterol

Beta-Sitosterole, welche zu den Phytosteroelen gehören, können dazu beitragen, typische Symptome wie häufigen Harndrang, nächtliches Wasserlassen oder einen schwachen Harnstrahl zu lindern. Zudem können Beta-Sitosterole den Harnfluss verbessern. Ein weiterer Vorteil ist, dass Beta-Sitosterole in der Regel gut vertragen werden.

  • Zink für die Prostata

Zink kann bei einer Prostatahyperplasie unterstützend wirken, da es zur Aufrechterhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut beiträgt und damit wichtige hormonelle Prozesse im Körper unterstützt. Darüber hinaus spielt es eine zentrale Rolle für die normale Fruchtbarkeit und Fortpflanzung. 

Auch das Immunsystem profitiert von einer ausreichenden Zinkversorgung, da es zu dessen normaler Funktion beiträgt. Zusätzlich hilft Zink, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen, und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Zellschutz.

  • Olivenblatt

Der Pflanzenstoff »Oleuropein« aus Olivenblättern wirkt im Labor so, als würde er die Prostatakrebszellen etwas ausbremsen. Allerdings wurden diese Ergebnisse bislang nur an isolierten Zellen im Reagenzglas gewonnen – nicht an Menschen.

  • Traubenkernextrakt

Traubenkernextrakt kann die Größe der Prostata verringern, den PSA-Wert senken und Entzündungen deutlich reduzieren. Besonders die veränderte Form des Extrakts wirkte stärker als der herkömmliche. Insgesamt deutet das darauf hin, dass solche Pflanzenstoffe das Fortschreiten einer benigne Prostatahyperplasie bremsen und die Prostatagesundheit unterstützen könnten.

  • Rote Maca

Bestimmte Inhaltsstoffe der Pflanze Rote Maca können vermutlich das Wachstum der Prostata bremsen, ohne dabei den Hormonspiegel direkt zu verändern.

  • Selen

Selen unterstützt die normale Spermatogenese, also die Bildung von Spermien, und ist damit ein bedeutender Faktor für die männliche Fruchtbarkeit. Gleichzeitig trägt es zur normalen Funktion des Immunsystems bei und stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte.

Darüber hinaus hilft Selen, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen, was eine wichtige Rolle für die Erhaltung der Zellgesundheit spielt und bei einer Prostatahyperplasie unterstützend wirken kann.

  • Omega-3 bei einer Prostatavergrößerung

Omega-3-Fettsäuren können aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaft bei einer gutartigen Prostatavergrößerung unterstützend wirken. Entzündungen spielen bei der Erkrankung eine Rolle und können dazu beitragen, dass die Prostata wächst und Beschwerden beim Wasserlassen entstehen.

Insbesondere EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei und sind ein wichtiger Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. DHA trägt darüber hinaus zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion und normaler Sehkraft bei. In Abhängigkeit von der aufgenommenen Menge tragen EPA und DHA außerdem zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks sowie eines normalen Triglyceridspiegels im Blut bei.

  • Vitamin D

Vitamin D kann Entzündungen im Körper reduzieren und das Wachstum von Prostatazellen regulieren. Dadurch kann die Prostata langsamer wachsen und Beschwerden beim Wasserlassen können sich verbessern.

Es trägt zudem zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und unterstützt damit wichtige Abwehrprozesse im Körper. Darüber hinaus leistet es einen Beitrag zur Erhaltung normaler Knochen, Zähne und einer normalen Muskelfunktion. Vitamin D trägt außerdem zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor sowie zu einem normalen Calciumspiegel im Blut bei und hat eine Funktion bei der Zellteilung.

Wichtig: Viele der Pflanzenstoffe bzw. Nährstoffe wirken nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel. Außerdem ist es wichtig, hochwertige Präparate zu wählen und Dosierungen einzuhalten, damit der Körper auch einen Nutzen daraus ziehen kann. 

Disclaimer: Bei starken oder langanhaltenden Beschwerden empfiehlt sich immer eine ärztliche Abklärung.

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Prostata-Training: Welche Übung ist gut für die Prostata?

Beckenbodentraining kann bei einer benignen Prostatahyperplasie helfen, weil es die Muskulatur stärkt, die für die Kontrolle der Blase und des Harnflusses verantwortlich ist. Dadurch können sich Beschwerden beim Wasserlassen deutlich verbessern.

Einfache Anleitung für Beckenbodentraining (für Männer)

Diese Übung soll dir dabei helfen, die Muskeln im Becken zu stärken:

  1. Spanne den Beckenboden kräftig an, idealerweise mit deiner maximalen Muskelkraft
  2. Halte die Spannung 6–8 Sekunden
  3. Entspanne anschließend für etwa 6 Sekunden
  4. Ergänze danach 3–4 kurze, schnelle Anspannungen
  5. Wiederhole das 8–12 Mal pro Durchgang

Achte auf eine gleichmäßige Atmung während der Übung. Du kannst sie dreimal täglich im Liegen, Sitzen, Stehen oder im Kniestand machen. Dabei kannst du die Beine leicht spreizen, um die Wahrnehmung des Beckenbodens zu verbessern.

Welche Lebensmittel sind gut für die Prostata?

Eine ausgewogene Ernährung kann die Prostatahyperplasie positiv beeinflussen. Besonders wichtig sind Lebensmittel mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften.

Do’s (empfehlenswert)

  • Tomaten und Tomatenprodukte (reich an Lycopin) – da sie mit einem geringeren Risiko für Prostataerkrankungen in Verbindung stehen
  • Grünes Gemüse wie Brokkoli, Spinat oder Grünkohl – da sie sekundäre Pflanzenstoffe liefern
  • Hülsenfrüchte, Cranberryfrüchte und Zitrusfrüchte
  • Fettreicher Fisch wie Lachs oder Makrele – da er entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren enthält
  • Nüsse und Samen (insbesondere Kürbiskerne und Kürbiskernöl sowie Leinsamen) – da sie gesunde Fette, Zink und Antioxidantien liefern
  • Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte – da sie unter anderem durch Ballaststoffe den Stoffwechsel unterstützen
  • Ausreichend Wasser trinken – um die Harnwege zu unterstützen

Don’ts (zu vermeiden/einschränken)

  • Stark verarbeitete Lebensmittel und Fast Food – da sie oft reich an ungesunden Fetten und Zusatzstoffen sind
  • Große Mengen Kohlenhydrate
  • Übermäßiger Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch – da sie entzündliche Prozesse fördern können
  • Zu viel Alkohol und Zucker da sie den Stoffwechsel belasten können
  • Gesättigte Fette und Transfette – da sie sich negativ auf die Zellgesundheit auswirken können
  • Hoher Konsum von tierischem Eiweiß

Insgesamt gilt: Eine pflanzenbetonte, ballaststoffreiche Ernährung mit gesunden Fetten und wenig stark verarbeiteten Produkten kann die Prostatagesundheit unterstützen.

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